Welche Tätowierungen lassen sich behandeln? Mit der Nd: YAG Lasertechnologie können nahezu alle Tätowierungen entfernt werden. Am schnellsten sprechen die selbst gestochenen Amateurtätowierungen und Schmutztätowierungen auf die Laserbehandlung an. Bei den Profitätowierungen, insbesondere bei den mehrfarbigen Mustern, ist im Regelfall mit mehr Zeitaufwand zu rechnen.
Welche Anzahl der Behandlungen sind notwendig? Die genaue Anzahl der Behandlungen hängt von vielen Faktoren ab: von verwendeter Farbe, Art des Pigmenteintrags, Tiefe des Pigmenteintrags, Qualität der Tätowierung und von der Reaktionsfähigkeit des körpereigenen Immunsystems. Erfahrungsgemäß sind zur Entfernung von Laientätowierungen ca. 4 - 6 Sitzungen und bei Profitätowierungen ca. 5 – 8 Behandlungen notwendig. Der Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen sollte mindestens 4 - 6 Wochen betragen.
In einem persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch wird daher unter der Beachtung aller Faktoren ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt.
Wie wichtig ist das Alter einer Tätowierung? Grundsätzlich spielt das Alter der Tätowierung keine Rolle. Allerdings zeigen die Erfahrungen, dass bei älteren Tätowierungen die Farbpigmente tiefer in dem Gewebe eingekapselt sind und das unter Umständen dazu führt, dass grössere Anzahl der Behandlungen notwendig ist.
Ist die Laserbehandlung schmerzhaft? Die Behandlung ist grundsätzlich schmerzarm - wird aber individuell und unterschiedlich empfunden, je nach Schmerzempfindlichkeit und Körperstelle. Der Erfahrung nach kann man den Schmerz etwa mit dem Schnippen eines Gummibandes auf der Haut vergleichen. Andere Patienten beschreiben den Schmerz weniger unangenehm als das Tätowieren selber oder empfinden lediglich ein leichtes Kribbeln oder Brennen.
Kann die Haut bei der Laserbehandlung verletzt werden? Eine Hautverletzung ist nahezu ausgeschlossen, da lediglich die Farbpigmente "getroffen" werden. Sollten behandelte bzw. die abgesprengten Farbpartikel durch die Oberhaut austreten und dabei ein Gefäß treffen, so kann es in seltenen Fällen zu leichtem Austritt von Lymphflüssigkeit bzw. Blut kommen. Im Allgemeinen jedoch kommt es nur zu Rötungen und leichten Schwellungen, die nach wenigen Stunden wieder abklingen.
Was sollte nach der Behandlung beachtet werden? Unmittelbar nach der Behandlung fühlt sich die Haut entzündet an, ähnlich einem Sonnenbrand. Empfehlenswert ist es daher, einige Wochen lang die behandelte Stelle vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen oder unbedingt eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden. Grundsätzlich gilt: je weniger an den gelaserten Arealen manipuliert wird, desto schöner ist das Ergebnis. Behandelte Areale dürfen 3 Tage lang nur sehr vorsichtig gewaschen werden, beim Abtrocknen müssen die Stellen leicht abgetupft werden. Feuchtigkeitscremes und Puder-Make-up bzw. Rouge sind erlaubt.
Welche Nebenwirkungen und Risiken sind zu beachten? Während und nach der Behandlung kann das behandelte Areal gerötet sein und leicht anschwellen. Auch die Bildung von feinen Krusten ist möglich, bei sehr starker Reaktion der Haut in seltenen Fällen auch Blasenbildung. Im Normalfall ist die Laserbehandlung narbenlos. Entscheidend für ein gutes Ergebnis ist das verantwortungsvolle Verhalten des Patienten vor und nach der Behandlung. Aspirin/Acetylsalicylsäure und andere blutverdünnende Medikamente müssen 1 Woche vorher abgesetzt werden, um Blutergüsse zu vermeiden.
Kann man nach der Behandlung Sport treiben? Grundsätzlich ja, doch mindestens 48 Stunden nach der Behandlung müssen extreme Muskelkontraktionen im Bereich des behandelten Hautareals wegen des Risikos der Narbenbildung vermieden werden (d.h. kein Kraftsport oder Bodybuilding).
Wer sollte nicht behandelt werden? Laserstrahlen dringen nur wenige Millimeter in die Haut ein und haben prinzipiell keinen Einfluss auf innere Organe oder ungeborene Kinder. Trotzdem behandeln wir im Allgemeinen keine Schwangere und Stillende - aus prinzipieller Vorsicht, auch wenn es keinerlei wissenschaftliche Hinweise auf eine wie auch immer geartete Gefährdung eines ungeborenen Kindes gibt.