Selbstexperimente beim Entfernen einer Tätowierung können zu schweren Schäden führen. Wer seine Tätowierung wieder loswerden möchte, muss oftmals feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. In jedem Fall ist es teurer, als sich ein Tattoo machen zu lassen. Doch auch wer Kosten sparen möchte, sollte auf gar keinen Fall Selbstversuche ausprobieren. Die Folgen sind unübersehbar und enden meistens in hässlichen Narben und Hautverfärbungen. Daher empfehlen wir ausdrücklich, sich von einem Fachmann beraten und behandeln zu lassen.
Die narbenreichsten Verfahren der Tattooentfernung sind wohl das Herausbrennen der Tätowierung oder das Abkratzen mit einem scharfen Gegenstand. Diese häufig im Selbstversuch angewendete Methoden sind äußßerst schmerzhaft und der Risikofaktor bleibt unkalkulierbar. Sie werden hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt, um eindringlichst vor ihrem Gebrauch zu warnen!
Für die Tattooentfernung wird ein CO2-Laser zur Abtragung der Hautschichten eingesetzt, so dass irgendwann auch das Tattoo entfernt ist. Diese Methode ist zwar deutlich milder als chemische oder mechanische Techniken der Hautabtragung, aber nichtsdestotrotz eine recht rabiate Methode, wo die Risiken einer Narbenbildung schwer abzuschätzen sind.
Gaslaser, basierend auf dem ionisierten Edelgas Argon als Lasermedium. Sie werden nicht für die Photothermolyse eingesetzt, finden aber im medizinischen Bereich Gebrauch, und sie können zur Hautabtragung benutzt werden.
Eine Variante der Tattooentfernung, bei der alle Hautschichten bis einschließlich der Dermis herausgeschnitten werden, wobei auch die Tätowierung verschwindet. Diese radikale Form der Tattooentfernung ist eine chirurgische Operation und nur für kleine Tätowierungen geeignet. Leider ist hier mit stark ausgeprägten Narben zu rechnen.
Eine noch im experimentellen Stadium befindliche Methode der Tattooentfernung, bei der hochfrequenter Strom durch die Haut geleitet wird, wobei die ganzen Hautzellen mitsamt den darin eingelagerten Farbpigmenten absterben und mit der Zeit herauswachsen. Bei dieser Methode ist allerdings die Gefahr einer Narbenbildung nicht gering, besonders wenn der Behandelnde noch keine große Erfahrung mit dieser Methode hat. Außerdem ist sie sehr schmerzhaft. Wegen der großen Wunde besteht auch ein erhöhtes Infektionsrisiko.
Ein experimentelles Verfahren, bei dem die Haut mit einem extrem dünnen, aber starken Wasserstrahl zerschnitten wird, und die Farbpigmente der Tätowierung aus der Haut heraus gespült werden. Es ist sehr teuer und wird nur in speziellen Hautkliniken angeboten. Narbenbildung ist sehr wahrscheinlich.
Eine weitere Alternativmethode ist das chirurgische Heraustrennen schmaler Hautstreifen mit anschlieendem Verschluss. Darauf folgt eine Wartezeit, in der sich die Haut im betreffenden Areal etwas streckt, so dass wiederholt ein weiterer tätowierter Hautstreifen entnommen werden kann.